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Besucher seit Juli 2011 : 47289

Variation der Konstanten // 20.12.2013 bis 05.01.2014
Irene Pätzug und Valentin Hertweck


Finissage: Sonntag, 05.01.2014 um 16 Uhr
 

Vernissage: Donnerstag, 19.12.2013 um 19 Uhr

 


© Pätzug-Hertweck

 

Für das Duo PätzugHertweck steht die spielerische Verunsicherung alltäglicher Raumerfahrung im Fokus der künstlerischen Auseinandersetzung.
An zentralen Berührungspunkten von anthropologischen, architektonischen und geometrischen Räumen platzieren sie mechanisch animierte skulpturale Elemente, die den Besucher in seinen Gewohnheiten, Räume zu handhaben, übervorteilen und vereinnahmen. Der Raum rückt dem Betrachter auf den Leib. Die Strukturen subjektiver Raumerfahrung werden den daran Beteiligten so überhaupt und neu bewusst gemacht.

 

TRIPTYCHON -
ATELIERHOF KREUZBERG ZU GAST
BEI DER ATELIERGEMEINSCHAFT MILCHHOF
08.12. bis 15.12.2013

 


Andreas Helfer, Daniel Segerberg, Eva Maria Salvador,
Filippos Kavakas, Fried Rosenstock, Jainem Jeong,
John Kleckner, Munan Øvrelid, Nora Mendelssohn,
Verena Resch, Annika Rixen

 

Vernissage: Samstag, 07.12.2013 um 18 Uhr

 


© Atelierhof Kreuzberg

 

Die Idee liegt nahe und wurde dennoch bisher nicht realisiert: Drei Berliner Atelierhäuser vernetzen und präsentieren sich, mit dem Ziel Wechselwirkungen zu entfachen. Insgesamt zeigen ca. 70 nationale und internationale Künstler Arbeiten aus den unterschiedlichsten Genres von Malerei, Fotografie, über Skulptur hin zu Performance. 

 

SIC SEMPER TYRANNIS
22.11. bis 01.12.2013
Oliver Scharfbier | Michael Göbel

 

Vernissage: Donnerstag, 21.11.2013 um 19 Uhr



© Göbel-Scharfbier

 

Environment, Tafelbild, Malerei - die Arbeiten der bildenden Künstler Göbel und Scharfbier zeigen Strenge die vielen von uns vielleicht unnötig erscheint. Der Kasseler Michael Göbel überlässt seine Objekte und Bilder selten dem Zufall, das Werden der Kunst wird akribisch bis ins letzte Detail begleitet und gehütet. Die Arbeiten von Oliver Scharfbier entstehen eher im gegenteiligen Prozess. Sie sind jedoch in ihrem Ergebnis nicht weniger präzise formuliert. Beide Künstler verteidigen den freien Geist im Kontext klassischer Methoden der Kunst und stets gegen die Tyrannei der einfachen Lösung.

 

 

Testimonios - Zeugnisse einer Transformation
08.11. bis 17.11.2013
Héctor Velázquez Gutiérrez | Anette Kuhn

 

Finissage: Sonntag, 17.11.2013 von 14 bis 17 Uhr
 

Vernissage: Donnerstag, 07.11.2013 um 19 Uhr
 

© Héctor Velázquez Gutiérrez


© Anette Kuhn

Die Fixiertheit auf das, was wir wissen können, provoziert Erstarren.

In der Transformation halten sich Verstehen und Erleben in der Schwebe und werden in einem ungreifbaren Sinne vollständig und wahr.

Unser Interesse gilt Erfahrungen, welche sich der Sprache entziehen und der Tatsache, dass diese Eindrücke in einem Kunstwerk greifbar werden können, welches ebenso wortlos ist.

Anette Kuhn und Héctor Velázquez leben und arbeiten seit 25 Jahren zwischen Deutschland und Mexiko-Stadt. Ihre recht unterschiedlichen Arbeiten verbindet die Suche nach haptischen Konkretisierungen immaterieller Prozesse.


 


"OH HIMMEL, STRAHLENDER AZUR..."

Bertolt Brecht, Ballade von den Seeräubern
Erstveröffentlicht im Berliner Börsen-Courier, 1. April 1923


19.10. bis 03.11.2013

Adela Babanova (Prag), Stefan Fahrnländer (Berlin),
Juliane Noack (Leipzig), Cyrus Smith (Berlin),
Henrik Schrat (Berlin)

Kurator: Peter Lang


 

Ver­nis­sa­ge: Freitag, 18.10.2013 um 19 Uhr
 


© Cyrus Smith, How to start_stop a war, 2013, 14 x 14 cm

 

 

TRIPTYCHON -
ATELIERHAUS MENGERZEILE ZU GAST
BEI DER ATELIERGEMEINSCHAFT MILCHHOF

15.09. bis 22.09.2013

 

Vernissage: Samstag, 14.09.2013 um 19 Uhr


 

 

Die Idee liegt nahe und wurde dennoch bisher nicht realisiert: Drei Berliner Atelierhäuser vernetzen und präsentieren sich, mit dem Ziel Wechselwirkungen zu entfachen. Insgesamt zeigen ca. 70 nationale und internationale Künstler Arbeiten aus den unterschiedlichsten Genres von Malerei, Fotografie, über Skulptur hin zu Performance. Die Ausstellungen finden ab Mai 2013 im Atelierhaus Mengerzeile, im Atelierhof Kreuzberg und der Ateliergemeinschaft Milchhof statt. Dem Publikum bietet sich ein breiter Einblick in die Berliner Off-Kunstszene, die – jenseits vermeintlicher Leistungsschauen – das kulturelle Leben der Stadt seit Jahren maßgeblich prägt und gestaltet. Den Auftakt zu dieser spannenden Entdeckungsreise bildeten zwei Eröffnungsveranstaltungen im Mai 2013.


 

 

PEDDA BOROWSKI - HENRY WOLLER // 31.08. bis 08.09.2013


Finissage: Sonntag, 08.09.2013 um 19 Uhr
 

Vernissage: Freitag, 30.08.2013 um 19 Uhr

 


© Pedda Borowski

 


© Henry Woller

 

 

 

Galerie IDA ILLUSTER zeigt
HONG KONG WATERS von ANDREAS MÜLLER-POHLE
29.09. bis 06.10.2013, täglich 12 bis 20 Uhr

 

 

Vernissage: Samstag, 28.09.2013 von 18 bis 21 Uhr
Der Künstler ist anwesend.

 


© Andreas Müller-Pohle. Courtesy Galerie IDA ILLUSTER
Andreas Müller-Pohle. Kowloon, Tsim Sha Tsui, 2009
Aus dem Zyklus „Hong Kong Waters“, 2009–2011
Digitaler Pigmentdruck, Edition 5+III, 130 x 90 cm

 

Galerie IDA ILLUSTER präsentiert HONG KONG WATERS mit Fotografien und Videos von ANDREAS MÜLLER-POHLE und einer Soundkomposition der Wasserlandschaften Hongkongs, entstanden in Zusammenarbeit mit dem japanischen Klangkünstler SHINGO INAO. Das Thema Wasser behandelte Müller-Pohle in zwei großen Porträts: der Donau in The Danube River Project (2005–2006) und der Megastadt Hongkong in Hong Kong Waters (2009–2011). Als Buch erschien Hong Kong Waters im Frühjahr 2013 im Kehrer Verlag, Heidelberg, und bei Asia One Books, Hongkong.

SUCKSFUCKINGSKILLS // 08.08. bis 12.08.2013

Hansa Wißkirchen präsentiert neue Arbeiten

 

Vernissage: Mittwoch, 07.08.2013 ab 20 Uhr
DJ pretty vacant spielt Vinyl
Caipirinha-Bar

 


© Hansa Wißkirchen

 

 

Workshop mit Mark Gröszer // 31.07. bis 05.08.2013

 

Fünf Tage treffen sich Menschen, um gemeinsam die Untiefen des Musizierens unter besonderen Gegebenheiten mittels selbstgebauter elektrotechnischer Geräte auszulöten.
(Unterstützt durch das Synästhetische Konzil)

 


 

ON SITE // 15.07. bis 30.07.2013

Ein Projekt des "Alte Gießerei Berlin e.V."

ERÖFFNUNGSFEST am Freitag, 26.07.2013 um 18 Uhr

 


 

Nachdem Künstler des Milchhof e.V. im vergangenen Jahr zur Ausstellung “-Zwischen uns” in der alten Gießerei ausstellten, sind wir nun zu Gast im Pavillon des Milchhofs.

BEVERLY FRE$H - Live Performance // Freitag, 05.07.2013 // 19 Uhr, 7 pm

 

 

 

 

BEVERLY FRE$H ³MR MDW$T² - European Tour 2013


BEVERLY FRE$H will portray the rural cultural rituals and tales of the Midwest from a shifting point of view by delivering songs connecting folk music and hip-hop, telling jokes, and leading the audience in nonsensical chants.

Valentin Magaro - Carlos Silva // 22.06. bis 09.07.2013

 

Vernissage: Freitag, 21.06.2013 ab 18 Uhr

Artist Talk mit Dr. Kai Lorenz: Samstag, 06.07.2013 um 18 Uhr

 


Acryl auf Holz, 140 x 200 cm, 2013. © Valentin Magaro

 

Vertigo, Acryl auf Holz, 100 x 75 cm, 2013. © Carlos Silva

 

Valentin Magaro stellt im Pavillon am Milchhof aus, Carlos Silva in seinem Atelier im Milchhof.

som­mer­hits // 15.06. und 16.06.2013

Eine Ausstellung der Ateliergemeinschaft Milchhof

 

Ver­nis­sage am Samstag, den 15.06.2013 ab 19 Uhr
mit Som­mer­fest und Li­ve­musik

 


© Design: Carlos Silva / RAL Alphabet

 

Der Plan

 

Analog zur Anzahl der Mitglieder wird die Wandfläche des Pavillons in 48 gleichgroße Rechtecke gerastert. Die entstandenen Flächen - Höhe x Breite ca. 75 cm x 136 cm - werden nummeriert und per Los an die teilnehmenden KünstlerInnen vergeben. Es werden nur so viele Felder „besetzt“, wie auch KünstlerInnen teilnehmen.
 

Die Asporas & die deutsche Natur der Sachen //

01.06. bis 09.06.2013

Eine Gruppenausstellung mit Fotographien

junger israelischer Künstler in Berlin

 

Finis­sage: Sonntag, 09.06.2013 ab 15 Uhr

 

Vernissage: Freitag, 31.05.2013 um 19 Uhr

 


 

Mit dem Zuzug junger, israelischer Künstler geht eine wachsende Auseinandersetzung mit Berlins kulturellen Vermögen einher. Erneut ermöglicht die Interaktion mit der Stadt hier einen Bogen zu schlagen zwischen alter, europäischer Ästhetik und zeitgenössischer, visueller Kultur aus Israel.

 

Ceylon Grün // 20.04. bis 28.04.2013
Saskia Buwert

 

Vernissage:
Freitag, den 19.04.2013 um 19 Uhr

 

© Saskia Buwert

in situ - ex situ // 05.05. - 26.05.2013
Eine Ausstellung von Peter Brauneis, Thomas Hörl,

Katharina Müller, Norbert Zuckerstätter

 

Vernissage:
Samstag, den 04.05.2013 um 19 Uhr

 

 

in Zusammenarbeit mit dem kunstraum pro arte, Hallein, Österreich

 

 

1,5 doppelplusgut // 24.03. bis 01.04.2013

Stefan Picker

 

Finissage:
Sonntag, den 31.03.2013 ab 16 Uhr

 

Vernissage:

Samstag, den 23.03.2013 um 19 Uhr

 

© Stefan Picker

 

Stefan Picker schafft in seiner städtischen Industriezeitalterhöhle seit einigen Jahren hologrammartige Artefakte, welche mittels der heute verfügbaren Trivialtechnologie hergestellt werden.

 

Michel Vincenot - Malerei // 06.04. bis 14.04.2013

 

Finissage:
Sonntag, den 14.04.2013 von 15 bis 20 Uhr

 

Vernissage:
Freitag, den 05.04.2013 um 19 Uhr

 

© Michel Vincenot

 

Geboren am 18. Februar 1954 in Lourdes, Frankreich. Maler.

 

Studium an der École des Beaux-Arts in Paris von 1971 bis 1977 (Diplom). Von 1985 bis 1989 Editionen von Teppichen (Entwürfe, Produktion), u.a. 1989 Entwurf eines Teppichs für den Élysée-Palast (nicht realisiert). Im Jahre 2004 Illustrationen für „Le Bestiaire“ von Guillaume Apollinaire, Edition „Passage Piétons“, Paris.

 

Lebt und arbeitet seit 1994 in Berlin.

 

Andacht der heiligen Wollmütze // 09.03. bis 17.03.2013
Samuel Wiesemann

 

Vernissage:
Freitag, den 08.03.2013 um 19 Uhr

 

© Samuel Wiesemann

 

Die feministische Bewegung in Russland, die Putin-Regierung, das Recht auf freie Meinungsäußerung und die Arbeitslager; Themen, die um die Welt gingen.
Ausgelöst von Punksängerinnen in bunten Kleidern, ins Gesicht gezogene Wollmützen und einem Kirchenbesuch.

Weltruhm - gefällt mir // 24.02. bis 03.03.2013 M. I. Kamenoff, Darko Stojkov

 

Vernissage:

Samstag, den 23.02.2013 um 19 Uhr

 

©  M. I. Kamenoff


	

 

Weltruhm als facebookbasiertes Event? In ihren Arbeiten nehmen die Künstler ironisch Bezug auf Ruhm, Einsamkeit, Pseudonetzwerke und Freundschaft. Es entsteht daraus ein Gesamtkunstwerk aus Fotos, Zeichnungen, Video und Installation, das extra für den Pavillon konzipiert wurde.

Januar - Februar 2013

 

© Carlos Silva

 


Die Projektion der Hoffnung in dem Nichts

 

Der Pavillon am Milchhof hat sein Gesicht verändert. Schwarz und unantastbar steht er an gleicher Stelle und scheint doch seine Position verändert zu haben.

 

 

Auch in diesem Jahr wird der bekannte Ausstellungsraum der Ateliergemeinschaft von einer neugewählten Kommission geleitet. Die Grund­intention der Kommission für das Pavillonjahr 2013 ist eine Vertiefung und Erweiterung von Vernetzung und Kooperation. Über das bloße Ausstellen von Kunst hinaus soll das Arbeiten im und mit dem Pavillon am Milchhof zu einem regen Austausch über die Arbeits- und Lebensbedingungen und die Möglichkeiten von Kunst und Kulturschaffenden nicht nur aus Berlin führen. Was wäre also besser, als diese Absicht mit einer Gruppenarbeit der Pavillonkommission, die am Beginn des Jahres steht, zu unterstreichen ?

 

Vorzufinden ist ein offener Pavillon gehüllt in tiefes Schwarz. Überstrichen all die Cremigkeit ! Wie ein Monolith, der es ernst meint, steht er am Eingang zum Ateliergelände und zeigt harte Kanten und Konturen. Der um so weißere Innenraum leuchtet, als wolle er sich aus der Umklammerung befreien. Beide Seiten des Gebäudes gewinnen durch die stärkere Differenzierung an Gewicht. Das Innen behauptet sich als Raum. Die schwarze Haut verschluckt das Licht, zieht Konzentration auf sich und trennt sich von der Umgebung. Im Inneren eine Stuhlreihe, die auf Besetzung wartet. Weiß ausgeleuchtet, mit weit geöffnetem Tor, könnte die Situation einladend gemeint sein. Deutlich ist der Druck der Leere zu spüren. Ein Nummernziehkasten, altargleich an der Stirnwand installiert, verweist wohl auf die Funktion des Raums, besser noch auf das, was meine Aufgabe hier ist. Mit dem Abreißen der Wartenummer hab ich den Pakt unterschrieben. Bevor ich mich setze, erspüre ich das Kleingeld in meiner Jackentasche. Leider kann ich mich nicht erinnern, wann, und ob überhaupt der Fährmann, der mich hier abholen soll, zu bezahlen ist. Höre ich Chris de Burgh ? Die über dem Nummernaltar angebrachte Uhr zeigt schon lange fünf nach Zwölf. Irgendwer ist hier zu spät ...

 

Mit wenigen Mitteln wird hier das Warten nahezu ganzheitlich spürbar. Aus Kunstraum wird Wartesaal. Er steht im krassen Gegensatz zum direkten Umfeld. Hier wird nicht mehr gewartet, hier wird geklotzt. Die neue Fassadenkultur heuchelt den Insassen lichte Freiheit vor. Immer größer werden die Schaufenster und dazugehörige Wohnwelten, immer größer auch wird die Partizipation der Bewohner am Außen. Die Passanten werden belästigt. Anders jetzt im Pavillon. Die bauliche Transparenz des Pavillons am Milchhof wird Beklemmung. Warten ist immer einsam.

 

 

Die Pavillongruppe hat diese Installation mit Hilfe vom Jobcenter vermittelter Arbeiter verwirklicht. An mehreren Tagen haben sie so sprichwörtlich an der Verbildlichung ihrer eigenen Situation gearbeitet. Wartende sind auch immer abhängig. Abhängig vom Beenden. Wie ein Licht am Ende des Tunnels wirkt dann der Satz eines dieser Arbeiter; "Wenn ich 'nen Job am Großflughafen hätte, bräuchte ich mir die nächsten Jahre keine Sorgen machen."

 

Aber wer weiß schon, ob das Licht nicht vom Anfang her scheint? Warten macht auch immer unsicher.

 

Bleibt also zu hoffen, dass der Milchhof weiterhin als so vitaler Ort mitten im Umbruchgebiet Bestand hat. Der Pavillon scheint dazu ein probates Mittel, Austausch und Entwicklung großartiger Arbeiten und Arbeiter zu fördern.

 

 

Ich sitze noch auf dem Stuhl. Wende mich abwechselnd der Wartenummer und der Uhr zu. Warten macht auch immer nachdenklich. Vielleicht bleib ich noch eine Weile ...

 

Chris singt immer noch.

 

 

 

2013

 

IN SITU / EX SITU

 

Pavillonkommission 2013:

Berthold Bock, Jan Gottschalk, Marc Haselbach, Carlos Silva, Marcus Wittmers

 

 

Der Pavillon steht für Vielfältigkeit im Künst(er)leben innerhalb und außerhalb des Kiezes. Er soll weithin als sichtbares Gegengewicht zur Monokultur der fortschreitenden Gentrifizierung an der Schnittstelle der Bezirke Mitte und Prenzlauer Berg erlebbar sein und Kunstprojekte, künstlerisches Forschen und social events abseits des Mainstreams fördern.

 

Über das übliche Präsentieren von Kunstwerken hinaus soll das Arbeiten im und mit dem Pavillon am Milchhof zu einem regen Austausch über Arbeitsmöglichkeiten und Lebensbedingungen von Kunst- und Kultur- schaffenden nicht nur aus Berlin führen.

 

Für 2013 hat die Pavillonkommission darum den Schwerpunkt auf die Vertiefung und Erweiterung von Vernetzung und Kooperation gelegt.
 

I Veranstaltungsreihe Vetternwirtschaft

 

In dieser Veranstaltungsreihe ist der Name Programm. Die Pavillonkommission 2013 lädt dazu Künstler, Künstlergruppen, Ateliergemeinschaften und Projekte sowie unsere Kooperationspartner an Hochschulen (Kunsthochschule Berlin Weißensee, Fachhochschule Frankfurt am MainUniversity of Applied Sciences – in Kooperation mit der HFG Offenbach) ein, für jeweils 20 Tage ihre Arbeit zu präsentieren. Dabei sollen die eingeladenen Projekte den Pavillon vor allem dazu nutzen, ihre Arbeitsweisen, Organisationsformen und Strategien vorzustellen.

 

Als weitere Austauschpartner innerhalb dieser Reihe konnten wir den Halleiner Kunstraum, Salzburg, Kunstwerk Köln e.V., den Projektraum Coucou, Kassel und die KUNSTHALLE am Hamburger Platz, Berlin gewinnen. Im Gegenzug erhoffen wir uns ähnliche Möglichkeiten für die Künstler des Milchhofs, so dass tatsächlich ein symmetrischer Austausch initiiert wird, in dem sich Partner gegenseitig – produktiv – bereichern.

 

II Short Cuts

 

Die Reihe Short Cuts soll die Vielfältigkeit der Nutzungsmöglichkeiten des Pavillons zeigen. Short Cuts schneiden ‚Zwischenzeiten‘ aus der Vetternwirtschaft (jeweils ca. 7-10 Tage) für spontane Ausstellungen, Projekte und Präsentationen. An dieser Stelle wird Unvorhergesehenem eine Plattform geboten.

 

Insbesondere die Kooperation mit der KUNSTHALLE am Hamburger Platz (Projekt der Kunsthochschule Berlin Weißensee) soll hier vertieft werden, indem Studenten und Absolventen der Hochschule die Möglichkeit einer eigenen Präsentation im Pavillon gegeben wird und zudem gemeinsame Interventionen organisiert werden.

 

Aber auch die Künstler des Milchhofs haben im Rahmen von Short Cuts die Möglichkeit einer direkten Intervention im Pavillonprogramm.

 

III Das Gastatelier

 

Das Gastatelier (ein Wohnatelier mit einer Fläche von 50 qm, eingerichtet mit Küche und Dusche) ist seit 2006 ein fester Bestandteil des Milchhofs, das die Ateliergemeinschaft in eigener Verantwortung befristet vergibt. Der Gast wohnt und arbeitet im Milchhof, kann die Infrastruktur des Hauses und seine Synergien nutzen.

 

Die Londoner Künstlerin Barbara Nicholls, die 2009 das Gaststudio bewohnt hatte, hat 2011 eine erfolgreiche Ausstellung im Pavillon bestritten; ebenso Karen Roulstone, gleichfalls aus London, die 2011 zu Gast war und im Oktober 2012 ausstellte. Davon angeregt, plant die Pavillonkommission nun für 2013 prinzipiell, den Gästen des der Ateliergemeinschaft, wenn möglich, Abschnitte der Short Cuts für die Präsentation ihrer Arbeiten anzubieten.

 

IV Der Milchhof

 

Zwischen dem Pavillon und der Ateliergemeinschaft besteht ein spannungsvolles Wechselspiel. Vom Schaufenster und Ausstellungsraum für den Milchhof und seine Künstler hat sich der Pavillon zu einem eigenständigen Kunstraum entwickelt. Weit über Präsentationsaufgaben für die Ateliergemeinschaft hinaus trägt er auf einzigartige Weise zur Öffnung nach außen bei. Der Pavillon wird daher u. a. zum Tag des Offenen Ateliers im Frühjahr eingebunden werden. Es wird zum zweiten Mal eine Ausstellung mit dem Titel Sommerhits geben, bei der alle Künstler des Hauses eingeladen sind und die als soziales Event inszeniert werden wird.

 

Die gemeinsame Klammer, die alle Programmteile für das Jahr 2013 umschließt, ist die Aufgabe, die gewonnene Position des Pavillons am Milchhof als einer lebhaften Institution im Kunst- und Kulturleben in Berlins zu stabilisieren und zu erweitern und in künstlerischen, urbanistischen und stadtsoziologischen Diskursen durch beständige Energiezufuhr präsent zu halten. Dabei steht nicht der Ausstellungsbetrieb im Vordergrund, sondern die Arbeit im Pavillon, mit dem Pavillon, um den Pavillon herum, der Umgang mit den örtlichen Voraussetzungen und seiner Wirkung auf die unmittelbare Umgebung.