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in situ - ex situ // 05.05. - 26.05.2013
Eine Ausstellung von Peter Brauneis, Thomas Hörl,

Katharina Müller, Norbert Zuckerstätter

 

Vernissage:
Samstag, den 04.05.2013 um 19 Uhr

 

 

in Zusammenarbeit mit dem kunstraum pro arte, Hallein, Österreich

 

 

 

Ceylon Grün // 20.04. bis 28.04.2013
Saskia Buwert

 

Vernissage:
Freitag, den 19.04.2013 um 19 Uhr

 

© Saskia Buwert

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Mi­chel Vin­cenot - Ma­lerei // 06.04. bis 14.04.2013

 

Fi­nis­sage:
Sonntag, den 14.04.2013 von 15 bis 20 Uhr

 

Ver­nis­sage:
Freitag, den 05.04.2013 um 19 Uhr

 

© Mi­chel Vin­cenot

 

Ge­boren am 18. Fe­bruar 1954 in Lourdes, Frank­reich. Maler.

 

Stu­dium an der École des Beaux-Arts in Paris von 1971 bis 1977 (Di­plom). Von 1985 bis 1989 Edi­tionen von Tep­pi­chen (Ent­würfe, Pro­duk­tion), u.a. 1989 Ent­wurf eines Tep­pichs für den Élysée-Pa­last (nicht rea­li­siert). Im Jahre 2004 Il­lus­tra­tionen für „Le Bes­tiaire“ von Guil­laume Apol­linaire, Edi­tion „Pas­sage Piétons“, Paris.

 

Lebt und ar­beitet seit 1994 in Berlin.

 

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1,5 doppelplusgut // 24.03. bis 01.04.2013

Stefan Picker

 

Finissage:
Sonntag, den 31.03.2013 ab 16 Uhr

 

Vernissage:

Samstag, den 23.03.2013 um 19 Uhr

 

© Stefan Picker

 

Stefan Picker schafft in seiner städtischen Industriezeitalterhöhle seit einigen Jahren hologrammartige Artefakte, welche mittels der heute verfügbaren Trivialtechnologie hergestellt werden.

 

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An­dacht der hei­ligen Woll­mütze // 09.03. bis 17.03.2013
Sa­muel Wie­se­mann

 

Ver­nis­sage:
Freitag, den 08.03.2013 um 19 Uhr

 

© Sa­muel Wie­se­mann

 

Die fe­mi­nis­ti­sche Be­we­gung in Russ­land, die Putin-Re­gie­rung, das Recht auf freie Mei­nungs­äu­ße­rung und die Ar­beits­lager; Themen, die um die Welt gingen.
Aus­ge­löst von Punk­sän­ge­rinnen in bunten Klei­dern, ins Ge­sicht ge­zo­gene Woll­mützen und einem Kir­chen­be­such.

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Weltruhm - gefällt mir // 24.02. bis 03.03.2013 M. I. Kamenoff, Darko Stojkov

 

Vernissage:

Samstag, den 23.02.2013 um 19 Uhr

 

©  M. I. Kamenoff


	

 

Weltruhm als facebookbasiertes Event? In ihren Arbeiten nehmen die Künstler ironisch Bezug auf Ruhm, Einsamkeit, Pseudonetzwerke und Freundschaft. Es entsteht daraus ein Gesamtkunstwerk aus Fotos, Zeichnungen, Video und Installation, das extra für den Pavillon konzipiert wurde.

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Ja­nuar - Fe­bruar 2013

 

© Carlos Silva

 


Die Pro­jek­tion der Hoff­nung in dem Nichts

 

Der Pa­villon am Milchhof hat sein Ge­sicht ver­än­dert. Schwarz und un­an­tastbar steht er an glei­cher Stelle und scheint doch seine Po­si­tion ver­än­dert zu haben.

 

 

Auch in diesem Jahr wird der be­kannte Aus­stel­lungs­raum der Ate­lier­ge­mein­schaft von einer neu­ge­wählten Kom­mis­sion ge­leitet. Die Grun­d­in­ten­tion der Kom­mis­sion für das Pa­vil­lon­jahr 2013 ist eine Ver­tie­fung und Er­wei­te­rung von Ver­net­zung und Ko­ope­ra­tion. Über das bloße Aus­stellen von Kunst hinaus soll das Ar­beiten im und mit dem Pa­villon am Milchhof zu einem regen Aus­tausch über die Ar­beits- und Le­bens­be­din­gungen und die Mög­lich­keiten von Kunst und Kul­tur­schaf­fenden nicht nur aus Berlin führen. Was wäre also besser, als diese Ab­sicht mit einer Grup­pen­ar­beit der Pa­vil­lon­kom­mis­sion, die am Be­ginn des Jahres steht, zu un­ter­strei­chen ?

 

Vor­zu­finden ist ein of­fener Pa­villon gehüllt in tiefes Schwarz. Über­stri­chen all die Cre­mig­keit ! Wie ein Mo­no­lith, der es ernst meint, steht er am Ein­gang zum Ate­lier­ge­lände und zeigt harte Kanten und Kon­turen. Der um so wei­ßere In­nen­raum leuchtet, als wolle er sich aus der Um­klam­me­rung be­freien. Beide Seiten des Ge­bäudes ge­winnen durch die stär­kere Dif­fe­ren­zie­rung an Ge­wicht. Das Innen be­hauptet sich als Raum. Die schwarze Haut ver­schluckt das Licht, zieht Kon­zen­tra­tion auf sich und trennt sich von der Um­ge­bung. Im In­neren eine Stuhl­reihe, die auf Be­set­zung wartet. Weiß aus­ge­leuchtet, mit weit ge­öff­netem Tor, könnte die Si­tua­tion ein­la­dend ge­meint sein. Deut­lich ist der Druck der Leere zu spüren. Ein Num­mern­zieh­kasten, al­tar­gleich an der Stirn­wand in­stal­liert, ver­weist wohl auf die Funk­tion des Raums, besser noch auf das, was meine Auf­gabe hier ist. Mit dem Ab­reißen der War­te­nummer hab ich den Pakt un­ter­schrieben. Bevor ich mich setze, er­spüre ich das Klein­geld in meiner Jack­en­ta­sche. Leider kann ich mich nicht erin­nern, wann, und ob über­haupt der Fähr­mann, der mich hier ab­holen soll, zu be­zahlen ist. Höre ich Chris de Burgh ? Die über dem Num­mer­naltar an­ge­brachte Uhr zeigt schon lange fünf nach Zwölf. Ir­gendwer ist hier zu spät ...

 

Mit we­nigen Mit­teln wird hier das Warten na­hezu ganz­heit­lich spürbar. Aus Kuns­t­raum wird War­te­saal. Er steht im krassen Ge­gen­satz zum di­rekten Um­feld. Hier wird nicht mehr ge­wartet, hier wird ge­klotzt. Die neue Fassa­den­kultur heu­chelt den In­sassen lichte Frei­heit vor. Immer größer werden die Schau­fenster und da­zu­ge­hö­rige Wohn­welten, immer größer auch wird die Par­ti­zi­pa­tion der Be­wohner am Außen. Die Passanten werden be­läs­tigt. An­ders jetzt im Pa­villon. Die bau­liche Trans­pa­renz des Pa­vil­lons am Milchhof wird Be­klem­mung. Warten ist immer einsam.

 

 

Die Pa­vil­lon­gruppe hat diese In­stal­la­tion mit Hilfe vom Job­center ver­mit­telter Ar­beiter ver­wirk­licht. An meh­reren Tagen haben sie so sprich­wört­lich an der Ver­bild­li­chung ihrer ei­genen Si­tua­tion ge­ar­beitet. War­tende sind auch immer ab­hängig. Ab­hängig vom Be­enden. Wie ein Licht am Ende des Tun­nels wirkt dann der Satz eines dieser Ar­beiter; "Wenn ich 'nen Job am Groß­flug­hafen hätte, bräuchte ich mir die nächsten Jahre keine Sorgen ma­chen."

 

Aber wer weiß schon, ob das Licht nicht vom An­fang her scheint? Warten macht auch immer un­si­cher.

 

Bleibt also zu hoffen, dass der Milchhof wei­terhin als so vi­taler Ort mitten im Um­bruch­ge­biet Be­stand hat. Der Pa­villon scheint dazu ein pro­bates Mittel, Aus­tausch und Ent­wick­lung groß­ar­tiger Ar­beiten und Ar­beiter zu för­dern.

 

 

Ich sitze noch auf dem Stuhl. Wende mich ab­wech­selnd der War­te­nummer und der Uhr zu. Warten macht auch immer nach­denk­lich. Viel­leicht bleib ich noch eine Weile ...

 

Chris singt immer noch.

 

 

 

 

2013

 

IN SITU / EX SITU

 

Pa­vil­lon­kom­mis­sion 2013:

Bert­hold Bock, Jan Gott­schalk, Marc Ha­sel­bach, Carlos Silva, Marcus Witt­mers

 

 

Der Pa­villon steht für Viel­fäl­tig­keit im Künst(er)leben in­ner­halb und au­ßer­halb des Kiezes. Er soll weithin als sicht­bares Ge­gen­ge­wicht zur Mo­no­kultur der fort­schrei­tenden Gen­tri­fi­zie­rung an der Schnitt­stelle der Be­zirke Mitte und Prenz­lauer Berg er­lebbar sein und Kunst­pro­jekte, künst­le­ri­sches For­schen und so­cial events ab­seits des Main­streams för­dern.

 

Über das üb­liche Prä­sen­tieren von Kunst­werken hinaus soll das Ar­beiten im und mit dem Pa­villon am Milchhof zu einem regen Aus­tausch über Ar­beits­mög­lich­keiten und Le­bens­be­din­gungen von Kunst- und Kultur- schaf­fenden nicht nur aus Berlin führen.

 

Für 2013 hat die Pa­vil­lon­kom­mis­sion darum den Schwer­punkt auf die Ver­tie­fung und Er­wei­te­rung von Ver­net­zung und Ko­ope­ra­tion ge­legt.
 

I Ver­an­stal­tungs­reihe Vet­tern­wirt­schaft

 

In dieser Ver­an­stal­tungs­reihe ist der Name Pro­gramm. Die Pa­vil­lon­kom­mis­sion 2013 lädt dazu Künstler, Künstler­gruppen, Ate­lier­ge­mein­schaften und Pro­jekte sowie un­sere Ko­ope­ra­ti­ons­partner an Hoch­schulen (Kunst­hoch­schule Berlin Wei­ßensee, Fach­hoch­schule Frank­furt am MainUni­ver­sity of App­lied Sciences – in Ko­ope­ra­tion mit der HFG Of­fen­bach) ein, für je­weils 20 Tage ihre Ar­beit zu prä­sen­tieren. Dabei sollen die ein­ge­la­denen Pro­jekte den Pa­villon vor allem dazu nutzen, ihre Ar­beits­weisen, Or­ga­ni­sa­ti­ons­formen und Stra­te­gien vor­zu­stellen.

 

Als wei­tere Aus­tausch­partner in­ner­halb dieser Reihe konnten wir den Hal­leiner Kuns­t­raum, Salz­burg, Kunst­werk Köln e.V., den Pro­jek­traum Coucou, Kassel und die KUNST­HALLE am Ham­burger Platz, Berlin ge­winnen. Im Ge­genzug er­hoffen wir uns ähn­liche Mög­lich­keiten für die Künstler des Milch­hofs, so dass tat­säch­lich ein sym­me­tri­scher Aus­tausch ini­ti­iert wird, in dem sich Partner ge­gen­seitig – pro­duktiv – be­rei­chern.

 

II Short Cuts

 

Die Reihe Short Cuts soll die Viel­fäl­tig­keit der Nut­zungs­mög­lich­keiten des Pa­vil­lons zeigen. Short Cuts schneiden ‚Zwi­schen­zeiten‘ aus der Vet­tern­wirt­schaft (je­weils ca. 7-10 Tage) für spon­tane Aus­stel­lungen, Pro­jekte und Prä­sen­ta­tionen. An dieser Stelle wird Un­vor­her­ge­se­henem eine Platt­form ge­boten.

 

Ins­be­son­dere die Ko­ope­ra­tion mit der KUNST­HALLE am Ham­burger Platz (Pro­jekt der Kunst­hoch­schule Berlin Wei­ßensee) soll hier ver­tieft werden, indem Stu­denten und Ab­sol­venten der Hoch­schule die Mög­lich­keit einer ei­genen Prä­sen­ta­tion im Pa­villon ge­geben wird und zudem ge­mein­same In­ter­ven­tionen or­ga­ni­siert werden.

 

Aber auch die Künstler des Milch­hofs haben im Rahmen von Short Cuts die Mög­lich­keit einer di­rekten In­ter­ven­tion im Pa­vil­lon­pro­gramm.

 

III Das Ga­state­lier

 

Das Ga­state­lier (ein Wohnate­lier mit einer Fläche von 50 qm, ein­ge­richtet mit Küche und Du­sche) ist seit 2006 ein fester Be­stand­teil des Milch­hofs, das die Ate­lier­ge­mein­schaft in ei­gener Ver­ant­wor­tung be­fristet ver­gibt. Der Gast wohnt und ar­beitet im Milchhof, kann die In­fra­struktur des Hauses und seine Sy­n­er­gien nutzen.

 

Die Lon­doner Künst­lerin Bar­bara Ni­cholls, die 2009 das Gast­studio be­wohnt hatte, hat 2011 eine er­folg­reiche Aus­stel­lung im Pa­villon be­stritten; ebenso Karen Roul­stone, gleich­falls aus London, die 2011 zu Gast war und im Ok­tober 2012 aus­stellte. Davon an­ge­regt, plant die Pa­vil­lon­kom­mis­sion nun für 2013 prin­zi­piell, den Gästen des der Ate­lier­ge­mein­schaft, wenn mög­lich, Ab­schnitte der Short Cuts für die Prä­sen­ta­tion ihrer Ar­beiten an­zu­bieten.

 

IV Der Milchhof

 

Zwi­schen dem Pa­villon und der Ate­lier­ge­mein­schaft be­steht ein span­nungs­volles Wech­sel­spiel. Vom Schau­fenster und Aus­stel­lungs­raum für den Milchhof und seine Künstler hat sich der Pa­villon zu einem ei­gen­stän­digen Kuns­t­raum ent­wi­ckelt. Weit über Prä­sen­ta­ti­ons­auf­gaben für die Ate­lier­ge­mein­schaft hinaus trägt er auf ein­zig­ar­tige Weise zur Öff­nung nach außen bei. Der Pa­villon wird daher u. a. zum Tag des Of­fenen Ate­liers im Früh­jahr ein­ge­bunden werden. Es wird zum zweiten Mal eine Aus­stel­lung mit dem Titel Som­mer­hits geben, bei der alle Künstler des Hauses ein­ge­laden sind und die als so­ziales Event insze­niert werden wird.

 

Die ge­mein­same Klammer, die alle Pro­gramm­teile für das Jahr 2013 um­schließt, ist die Auf­gabe, die ge­won­nene Po­si­tion des Pa­vil­lons am Milchhof als einer leb­haften In­sti­tu­tion im Kunst- und Kul­tur­leben in Ber­lins zu sta­bi­li­sieren und zu er­wei­tern und in künst­le­ri­schen, ur­ba­nis­ti­schen und stadt­so­zio­lo­gi­schen Dis­kursen durch be­stän­dige Ener­gie­zu­fuhr prä­sent zu halten. Dabei steht nicht der Aus­stel­lungs­be­trieb im Vor­der­grund, son­dern die Ar­beit im Pa­villon, mit dem Pa­villon, um den Pa­villon herum, der Um­gang mit den ört­li­chen Vor­aus­set­zungen und seiner Wir­kung auf die un­mit­tel­bare Um­ge­bung.