This Browser is not good enough to show HTML5 canvas. Switch to a better browser (Chrome, Firefox, IE9, Safari etc) to view the contect of this module properly

Heute 22 / Gestern 45 / Woche 22 / Monat 1053 / : 141763

Eine Ausstellungsreihe von Künstler*innen der Ateliergemeinschaft Milchhof

 

 

Silvia Nettekoven                           Berthold Bock
27.04. bis 08.05.2024                      20.04. bis 01.05.2024

 

 

Eröffnung: Freitag, 26.04.2024 um 19 Uhr

 

 


© Silvia Nettekoven                                                            © Berthold Bock

o.T. (Ausschnitt)                                                                  „Sturm" (Ausschnitt)

 

 

9. Ausstellung der Reihe DO-SI-DO

 

Silvia Nettekoven:
Silvia Nettekovens sinnliche Erzählweise bricht die Hierarchien eines Gestern und Heute, eines Hier und Dort, die Idee vom linearen Fortschreiten auf. Das Wandern durch ihre offenen und ohne lineare Chronologie angelegten Szenarien birgt das Abenteuer von Zeit und Weltenreisen, bei denen es keine oder nur noch fließende Grenzen gibt. Die in den Blättern und Objekten lodernde Gleichzeitigkeit gibt uns davon Bericht, wie alles mit allem verwoben ist.
Anke Paula Böttcher

 

Berthold Bock:
Berthold Bock hat in seiner künstlerischen Laufbahn immer genreübergreifend gearbeitet. Seine Beschäftigung reichte in den letzten 30 Jahren von expressiver Malerei, experimentellem Film und Experimentalmusik bis hin zu Landschaftsdarstellungen und surrealen Kurzspielfilmen. Seit 2010 beschäftigt Berthold Bock in seiner Malerei und seinen Filmen ein Zustand der Ungewissheit, wodurch besonders in den letzten Jahren die Frage verstärkt wurde: „befinden wir uns als Gesellschaft am Ende der Moderne und an dem Beginn einer neuen Romantik?" Das Thema „Natur" geriet dadurch immer stärker in seinen künstlerischen Focus: als Verweis auf die aggressive Nutzbarmachung der letzten menschlichen Rückzugsräume - im physischen sowie im psychischen Sinne. Die künstlerisch dargestellte Natur wird wie in der ersten Romantik zu einem Sehnsuchtsort, zu einem Sinnbild  für eine andere Welt.
Berthold Bock findet seine Motive auf Reisen, auf Wanderungen, auf Spaziergängen, in der analogen Erlebniswelt. Sie sind „Seinserinnerungen" und werden durch die künstlerische Verdichtung auf den Leinwänden zu Seelenbildern.
Christoph Tannert erfasst dies als „Gleichzeitigkeit einer ungreifbaren Bedrückung und Atmosphäre der Geborgenheit.“

 

 


© Silvia Nettekoven / o.T. / ca. 28 x 20 cm, Zeichnung und Aquarell, 2022

 

© Berthold Bock / „Sturm" / 110 x 130 cm, Öl auf Leinwand, 2023