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Report Berlin -
Bericht aus den Wunderkammern des Herrn Haselbach
in Budapest / Leipzig / Tokyo / Kitakyushu / Attendorn /
Hamburg-Altona / Capestrano
22.10. bis 28.10.2018
Marc Haselbach

 

 

Öffnungszeiten:   Montag, 22.10. bis Freitag, 26.10.2018   jeweils 17 bis 20 Uhr

 

Abschlussbericht & Finissage:        Sonntag, 28.10.2018   ab 15 Uhr

 

 


© Marc Haselbach und Hartmut Kurz

 

 

Die Welt im Kleinen


Im erforschenden Zugriff auf die Welt im Kleinen, im Regionalen, im Mikrokosmos steckt die Zukunft. Dabei widerspreche ich der Behauptung, alles wäre schon erforscht, die weißen Flecken auf den Landkarten verschwunden und dass Google die einzige Wunderkammer noch sei. Man sammele in der Nähe, sei der „Humboldt im eigenen Vorgarten“. Was immer man an Bemerkenswertem im Mikrokosmos einer zu definierenden Region findet, es bildet sich auch hier immer ein vielfältiges Bild aus den Bereichen Leben, Liebe, Tod, Land, Stadt, Natur, Kunst und Identität ab.

Hinzu kommen Zeugnisse eigener Bilder des Sammlers. Anhand der mir dargebotenen Objekte werde ich immer Neues finden oder Bezüge erstellen. Auf dem Marktplatz, im Atelier, in der Ausstellung, der „Kammer“ wird viel gesprochen und nachgedacht über zugrundeliegende Prinzipien und Kräfte. Im Dialog mit den Gebern, dem Publikum steht diese Art der temporären Sammlungsidee. Objekt „Wunder“, Wundergeber, Besucher, Sammler oder Archivar.
Die Wunderkammern als Crossover-Event bieten nie Wissen einfach so zum Konsum an, sondern sind viel mehr Labore, Werkstätten und Debattierklubs, in denen das Wissen über Geschichten und Objekte erst entsteht.


Gemeinschaft im Staunen


Die Wunderkammer, ihre Geschichte und Bedeutung für die Ursprünge des neuzeitlichen Museums sind vielfach untersucht worden. Im Vordergrund steht jedoch meist der Aspekt des systematischen und intellektuellen Sammelns und Ordnens. Das Zur-Schau-Stellen der Wunder ist wichtig und damit der museale und repräsentative Charakter. Doch die historische Wunderkammer ist mehr: ein Spiegel der Welt um uns, ein Mikrokosmos der eigenen Erfahrungen und jeweils des aktuellen Wissens aus Brauchtum, Naturwissenschaft und Technik, eine Bild gewordene Enzyklopädie, die ein Abbild der Welt im Kleinen darstellt.


Geisteswissenschaftliche Phänomene der Universalwissenschaft und enzyklopädisches Bewusstsein sind philosophisches Programm und Voraussetzungen für ihre Entstehung.
Die Wunderkammer ist die Bild gewordene ursprüngliche Einheit von Wissenschaft, Kunst, Philosophie und Religion. Die Wunder aus der Nachbarschaft, die Geste des Lebens, das Ausleihen für eine gewisse Zeit münden auch in den Begriff: Gemeinschaft im Staunen.

 

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