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Scales and Measures // 30.07. - 27.08.2011
 

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© schir-art concept

In Kooperation mit schir – art concepts. Gezeigt werden Arbeiten der israelischen Künstlerinnen Maya Attoun, Hilla Ben Ari und Ayelet Carmi, kuratiert von Orly Hoffman.
 

 

Maya Attoun, Hilla Ben Ari und Ayelet Carmi verwenden eine Vielzahl von Materialien, Techniken und Medien. Sie schaffen Aktionsräume über verschiedene Zeitlinien hinweg und wechseln dabei ständig zwischen inneren und äußeren Welten. Die Ausstellung Scales and Measures zeigt Werke, die vom Betrachter fordern, eine Balance zwischen dem Teil und dem Ganzen, dem Persönlichen und dem Öffentlichen, dem Realen und dem Fiktiven zu suchen und zu bestimmen.

 

Die Ausstellung ist Teil des Austauschprojekts BETA, an dem die Tel Aviver Künstlerinnen Maya Attoun, Hilla Ben Ari und Ayelet Carmi sowie die Berliner Künstlerinnen Nicole Schuck, Miriam Vlaming und Susanne Weirich teilnehmen. Das Projekt wurde von Orly Hoffman und Friederike Schir initiiert und wird von schir – art concepts unterstützt. Ziel ist es, einen Rahmen für Begegnungen, gemeinsames Arbeiten und Austausch zu schaffen. Im Herbst 2010 waren die deutschen Künstlerinnen zu Gast in Israel und die Ausstellung im Pavillon am Milchhof ist eingebunden in einen Gegenbesuch der israelischen Künstlerinnen in Berlin.

Maya Attouns nutzt zur Erstellung ihrer Arbeiten den Computer und verbindet die technische Arbeit immer wieder mit mühsamer Handarbeit. Diese Gegensätzlichkeit setzt sich auch in ihren Arbeiten fort - Linien sind hoch und weit gezogen, symbolisieren Abstände zwischen See und Land, zwischen Abgrund und festem Boden. Die Linien in ihren schwarz weißen Radierungen wirken wie ein Gewicht, das das System aus tariert. Die Arbeit Threshold of Hearing besteht aus Bildern von Knoten, Werkzeugen und mechanischen Teilen, die das Reisen, Wandern, Vorübergehen, Immigrieren und den Transfer von Wissen und historischen Bedeutungen symbolisieren.

 

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© Maya Attouns, threshold of hearing

Hilla Ben Ari nutzt für ihre Werke unterschiedliche Medien, wie Zeichenpapier, flüssige Farben und Video. Ihre Objekte bewegen sich spielerisch zwischen Zwei- und Dreidimensionalität und basieren oft auf manueller Sisyphusarbeit. Ben Ari wählt leichte Materialien die luftige Körper entstehen lassen, als könne die Materialität des Körpers nicht transzendiert werden, während die Arbeiten im Schaffensprozess immer körperlicher und schwerer werden. Alle Figuren in ihren Arbeiten scheinen aus dem Nichts zu kommen und in einen künstlichen, architektonischen Raum geboren zu sein, ohne Tiefe, Zeit oder Perspektive, verurteilt zu völliger Präsenz. In diesem Raum der Distanziertheit und Trennung werden moralische Grundpfeiler und soziale Ansichten kritisch hinterfragt.

 

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© Hilla Ben Ari, green graph paper

Ayelet Carmi springt in ihren Arbeiten zwischen verschiedenen Zeitzonen, mit mythologischen Zeremonien und festlichen Paraden durch kunstgeschichtliche Traditionen. Schwebende Darstellungen von natürlichen und künstlichen Produkten, Körper aus denen Pflanzen wachsen, Federn und Knochen neben wissenschaftlichen Instrumenten bilden ein Model des Universums und projizieren Zusammenhänge zwischen Mikro- und Makrokosmos. Carmi mischt in ihrem Werk persönliche Welten mit Selbstportraits und kindlichen Landschaften zum „Lebenslauf" der menschlichen Geschichte. Sie eröffnet vielfältige Blickwinkel auf Kunst, stets gefiltert durch eine kritische Haltung in Themenbereichen wie Geschlechterrollen und Gesellschaft.

 

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© Ayelet Carmi

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