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Heute 20 / Gestern 45 / Woche 159 / Monat 524 / : 105910

 

 

Barnacles

30.04. bis 08.05.2022

George Barber / John Hodany / Jennifer Jordan / Jens Nippert

 

 

Eröffnung: Freitag, 29.04.2022 ab 19 Uhr

 

 

Zum Glück haben Menschen durch ihr absolutes An-den-Raum-Gewöhntsein ein dickes Fell gegenüber plastisch-räumlichen Valeurs. Meistens prüfen wir Formen nur auf ihre Bewohnbarkeit hin. Mit Formen, Volumen, Plastiken jemanden verrückt machen: Versucht man ja dauernd, passiert aber selten. Es sei denn, man wird gemein und produziert reale Abgründe.


Was kann eine abstrakte Form leisten, was kann sie mit dir machen, wenn du ihre Wirkung zulässt, ohne Beimischung von Zweck? Barnacles fragt, unabhängig von der jeweiligen Dosierung, nach der Leistungsfähigkeit von Formen.

 

Damit ließe sich eine denkbare Arbeitshaltung hinter den gezeigten Arbeiten beschreiben, die nach Punkten sucht, an denen sich Formen mit unseren Vorstellungen verbinden. Auch wo vollständig auf Abbildung verzichtet wird, gibt es immer ein blutendes Herz, ein Magenknurren oder ein Schwindelgefühl. Formen sind Charaktere, sind schlau, hinterhältig oder aufdringlich. Es ist nicht selbstverständlich oder nötig, dass Formen etwas bedeuten oder eine Aussage haben, aber ein Wesen oder Unwesen treiben sie immer. Denn eine Form ist immer jetzt.


Wenn man sich durch Volumen, Plastik, Raumgefüge zu formulieren sucht, wird man sich immer ein Stück weit fremd fühlen in der eigenen Aussage. Denn in der Plastik, in den Raum gerufen, hört man stets ein fremdes Echo, in das sich andere Orte mischen. Vielleicht kein Zufall, dass mehrere Arbeiten in der Ausstellung aus Röhren bestehen: gerichtete Hohlkörper, die ihren Inhalt woanders hin führen, Volumina, die einen Fortgang versprechen.


Und dann gibt es noch das absurde Bemühen, einem Zerfallsprozess so etwas wie eine Form abzugewinnen. Abstraktion kann eine Katastrophe sein: als sukzessiver Verlust von Gegenständlichkeit.

 

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Barnacles shows works which concentrate on the form, their method of construction and their ‚unavoidable‘ sense of existence. The objects ask questions about abstraction, the viewer's relationship to the object‘s presence and the associations and emotions which are provoked, while avoiding concrete purposes or reasonings.