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Werner Kernebeck // Zeichnung // 30.10. - 18.11.2009

 


© Werner Kernebeck

Kartografie, Muster und Landschaft werden bei dem Künstler Werner Kernebeck in einen Kreislauf geführt, der das Auge zum Wandern bewegt.


Straßenkarten, Stadt­pläne, Land­karten - topo­grafische Kar­ten defi­nieren Territorien und veranschaulichen die Viel­fältigkeit von Richtungen und Ortsveränderungen. Die Karte steht für den Blick auf die Welt von oben, sie ist ein Schema der Aufsicht und unterscheidet sich grundlegend von dem perspektivischen Schema der Weltdarstel­lung mit seinem Fluchtpunkt. Die Zentralperspektive ist ein Prinzip, das sich an das Sehbild des menschlichen Auges anlehnt und somit einen natürlichen Bildeindruck zu vermitteln beansprucht. Werner Kernebeck negiert die Perspektive. Er schafft Räum­lichkeit durch die Linie, die sich horizontal im Blatt ausbreitet und durch Verdeckung oder Überschneidung der Bildelemente Tiefenwirkung erzeugt. Er verknüpft die so gestaltete Landschaft mit Strukturen aus der Kartografie und Mustern, wie sie in der Biologie vorkommen. So spielt er mit diesen verschiedenen Systemen. Er lässt Straßenzüge aus Stadtplänen in Baumwurzeln übergehen, die dann als Flüsse die Landschaft durchströmen und schließlich hinter Gebirgszügen wieder ins Geäst der Bäume einfließen. Das Auge will der Linie folgen, sucht nach Zusammenhängen, um sich sodann im Labyrinth aus Landschaft, Muster und Straßenkarte zu verirren. (Doris Knöfel)
 

© Werner Kernebeck



© Filippo Tritto


© Werner Kernebeck



© Werner Kernebeck


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