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Heute 333 / Gestern 281 / Woche 333 / Monat 1648 / : 243433

© Carlos Silva

 

 

Finissage: Sonntag, 06.09.2026 um 17 Uhr

 

 

Zu der diesjährigen Ausstellung der Reihe „Focus On Abstraction" hat der Künstler Alexander Klenz zwei langvertraute Wegbegleiter und Kollegen eingeladen. Hanns Schimansky und Manfred Zoller begegneten sich schon als Studenten Ende der 60er Jahre in Rostock und blieben seitdem freundschaftlich verbunden. Alexander Klenz lernte beide in den 90er Jahren an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee kennen. Alle drei Positionen haben in ihrer Entwicklung den Bereich des Gegenständlichen verlassen. Ihre künstlerischen Findungen und Schaffensperioden folgen dabei nicht unbedingt einer stringenten Selbstanalyse, vielmehr sind sie Folge einer genauen Beobachtung und Kenntnis des Materials. Man könnte auch sagen: „Das Kunstwerk denkt sich (...) durch das Material", wie Sören Fischer es einmal in einem Katalogbeitrag für Hanns Schimansky beschrieb. Das Entscheidende ist aber die Unbedingtheit, mit der die drei Künstler um eine Verbindlichkeit in ihren Arbeiten ringen, jeder mit seinen Möglichkeiten. Das ist ihr Kontakt zur Welt.

 

Der Zeichner Hanns Schimansky (1949) hat für diese Ausstellung drei mittelgroße farbige Faltungen ausgewählt. Die rechtwinklig ausgeführten Falzungen geben diesen Zeichnungen eine Art Grundraster, das dem Papier eine äußerst präsente Körperlichkeit verleiht. Je nachdem kann dieses Raster der Orientierung dienen oder Unwägbarkeiten und Zufälle für den Zeichner bereithalten. Vor allem aber bricht es die Leere des Blattes. Gleich einem Grundton wird ein Gravitationsfeld erzeugt. Die eigentlichen zeichnerischen Ereignisse können an den Rändern stattfinden und ein subtiles Gefüge im Bildraum eröffnen. 


Manfred Zoller (1947) zeigt farbige Kartonobjekte. Mit Kenntnis seines Werkes kann man diese Objekte als Ableitung aus seinen Werkgruppen der Collagen und Assemblagen verstehen. Charakteristisch für diese Arbeiten ist ihre spezifische Farbigkeit, ein lebenslanges Thema für den Maler Manfred Zoller. Diese Objekte verhalten sich in ihrer Vereinfachung wie eine konsequente Zuspitzung im Schaffensprozess des Künstlers. Ihre minimalen Erscheinungsformen sind von einer Statik durchdrungen, die sich nur durch eine ernsthafte, jahrzehntelange Auseinandersetzung mit dem Gegenstand ergeben kann. 


Die Arbeiten von Alexander Klenz (1974) gehören zu einem seit 2023 laufenden Werkkomplex mit Zeichnungen auf Karton. Schon seit fast zehn Jahren arbeitet der Künstler an einer Mischtechnik mit einzelnen Lackflächen in Kombination mit Kreide und Aquarell. Sein Interesse gilt hier dem größtmöglichen Materialkontrast. Auffällig ist die immer gleiche Horizontale in den einzelnen Blättern, so entsteht im Zusammenhang etwas Modulares. Die Arbeiten stützen sich gegenseitig, aber vor allem zeigt sich: In der Summe entsteht etwas Drittes, nicht Kalkulierbares.

 

Kuratiert von Alexander Klenz

 

Die Ausstellung kann nach Absprache unter der Telefonnummer 0177 740 10 80 geöffnet werden.