
Eine Veranstaltungsreihe mit (Neu-)Produktionen von Berliner Künstler*innen an fünf Abenden
Hard Beat (Solo Iteration)
Samstag, 09.08.2025 um 20.30 Uhr (Eintritt frei)
Aleksandra Petrushevska

© Aleksandra Petrushevska
Hard Beat (Solo Iteration) ist eine choreografische Arbeit von Aleksandra Petrushevska, die Teshkoto neu interpretiert – einen traditionellen mazedonischen Volkstanz für Männer, der oft als immaterielles Kulturerbe gilt. Ziel ist es nicht, ihn zu bewahren, sondern ihn zu hinterfragen, zu stören, sich von ihm inspirieren zu lassen, seinen Rahmen zu erweitern, andere Tanz- und Musikstile einfließen zu lassen und seine Bedeutungen aus weiblicher Perspektive zu transformieren.
Hard Beat (Solo Iteration) verweist sowohl auf einen kraftvollen Trommelschlag als auch auf einen pochenden Herzschlag. Während diese Beziehung zwischen Körper und Trommel schnelle Bewegungen und Rhythmen vermuten lässt, erforscht das Stück stattdessen eine nuanciertere und unvorhersehbare Rhythmik. Es lädt das Publikum dazu ein, einem Tanz beizuwohnen, der in der Ausführung präzise und kontrolliert ist, zugleich aber weich und geerdet in seiner Präsenz.Aus langsamen, hypnotischen, schweren Gewichtsverlagerungen und Fußarbeit entsteht eine allmähliche Beschleunigung, die sowohl den Rhythmus als auch die Form verzerrt – bis beides nicht mehr aufrechterhalten oder klar erkannt werden kann.
Hard Beat (Solo Iteration) spult die Zeit zurück, kehrt zum Anfang zurück, um den Tanz selbst neu zu gestalten. Es baut Strukturen auf, zerlegt sie und beginnt erneut – um einen anderen Tanz zu schaffen.
>>>>>
Aleksandra Petrushevska
Hard Beat (Solo Iteration)
Hard Beat (Solo Iteration) is a choreographic work by Aleksandra Petrushevska that reimagines Teshkoto, a traditional Macedonian male folk dance often regarded as intangible cultural heritage. The aim is not to preserve it, but to question it, disrupt it, draw inspiration from it, stretch its frame, weave in other dance and music styles, and transform its meanings from a female perspective.
Hard Beat (Solo Iteration) refers both to a hard-hitting drumbeat and a pounding heartbeat. While this body–drum relationship might suggest rapid movements and beats, the piece instead explores a more nuanced and unpredictable rhythmicality. It invites the audience to witness a dance that is precise and controlled in execution, yet soft and grounded in presence. Out of slow, hypnotic, weighted shifts and footwork, a gradual acceleration builds, distorting both rhythm and form until neither can be sustained or clearly recognized.
Hard Beat (Solo Iteration) rewinds time, looping back to re-inscribe the dance itself. It builds structure, breaks it apart, and begins again—to make another dance.
