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The Teahouse of The August Moon // 08.12. bis 28.12.2012

 

Eine Ausstellung von Alexander Schmitt

mit Objekten von Beatrice Jugert

 

Vernissage:

Freitag, den 07.12.2012 // 19 Uhr

 

Alexander Schmitt

© Alexander Schmitt

Der Titel der Ausstellung greift eine Besonderheit des Ausstellungsortes auf und stellt einen zweifachen Bezug her: Zum einen wird die Gestalt des Pavillons selbst hervorgehoben, der einem japanischen Teehaus gleicht und ebenfalls von einer gartenähnlichen Anlage umgeben ist. Zum anderen bezieht sich der Titel auf den gleichnamigen amerikanischen Film aus dem Jahr 1956 mit Marlon Brando und Glenn Ford in den Hauptrollen.

 


Die Bewohner eines Dorfes auf Okinawa erhalten unmittelbar nach dem Krieg von den amerikanischen Besatzern den Befehl, in dem Ort einen repräsentativen Bau zu errichten, den sie jedoch auf subversive Weise konterkarieren: Wenn ein amerikanischer Amtsträger in das Dorf kommt, um den Baufortschritt zu kontrollieren, verändern die Dorfbewohner das entstehende Gebäude entsprechend den Erwartungen der Besatzer – oder es wird gar ganz abgebaut, nur um zu einem späteren Zeitpunkt in Windeseile als Teehaus wieder zu erstehen. Das Teehaus, das in diesem Zusammenhang ein gewitztes Symbol des Widerstandes darstellt und zugleich der Verteidigung der bedrohten Identität dient, ist hier flexibel eingesetzt.

 

Der Pavillon des Milchhofs präsentiert sich im Rhythmus der wechselnden Ausstellungen stets neu. Er bietet eine Plattform für die künstlerische Standortbestimmung inmitten eines unruhigen, dem raschen Wandel unterworfenen Stadtviertels. Eine neue, wirtschaftlich starke Gesellschaftsschicht lässt sich im Quartier nieder und verdrängt die dort Wohnenden, darunter auch die Künstler. Die Spannungen steigen und viele sehen sich Fragen folgender Art ausgesetzt: Wie kann ich vermeiden, Opfer der sozialen und ökonomischen Verschiebungen zu werden? Welchen Anspruch und welche Werte gilt es aufrechtzuerhalten? Wo werden gesellschaftliche Grenzen verletzt? Wann müssen Strategien des Widerstandes überlegt werden? Oder aber, wann müssen Ansätze für das zivile miteinander Auskommen gefördert werden?

 

Vor diesem Hintergrund habe ich eine Ausstellung mit Arbeiten konzipiert, die Merkmale des japanischen Teehauses aufgreifen und variieren. Während meine Bilder ein Fenster auf die Großstadt öffnen, laden Beatrice Jugerts Objekte kontrapunktisch zur Kontemplation ein. Im Hintergrund greift eine Klangschleife von Christian Meyer Fragmente des Films auf und lässt sie um einander kreisen. In diesem Spannungsfeld bietet sich ein Raum dar, in dem die zuvor erwähnten Fragen angedeutet, jedoch nicht abschließend behandelt werden. Der Geist eines Teehauses, nämlich die an keinerlei Bedingung geknüpfte Einladung zum Schauen und Verweilen wird gewahrt.

 

© Filippo Tritto

 

© Filippo Tritto

 

© Filippo Tritto

 

© Filippo Tritto

 

© Filippo Tritto

 

© Filippo Tritto

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