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autoMobil // 24.04. - 04.05.2010

 

© Ulrich Grüter

Der Pavillon am Milchhof bietet räumlich durch seine Transparenz mittels großzügiger Fensterfronten Bezug zu Autohäusern. Die Kuratorin Christiane Kant wählte vier Künstler aus, die bereits seit einem längeren Zeitraum an der Thematik Auto arbeiten, wobei die Ausstellung autoMobil ihre Betonung auf den Wortteil Mobil legt. Gerald Bingemer (Video), Martin Lütke (Malerei), Torsten Prothmann (Malerei) und Michael Zalewski (Fotografie) spiegeln in ihren unterschiedlichen Herangehensweisen verschiedene Positionen zeitgenössischer Kunst wieder. 

 

Gerald Bingemer unternahm verschiedene Reisen durch Europa mit einer Super 8 Kamera. Er studierte Theater- und Filmwissenschaften sowie Ur- und Frühgeschichte an der Freien Universität Berlin. 2007 schloss er sein Studium der Medienkunst und Szenografie an der Hochschule für Gestaltung Karlsruhe mit Diplom ab. Seit 2000 ist er als Kameramann tätig.
 

© Gerald Bingemer

Was heißt es für einen Menschen, wenn an ihm während seiner Arbeitszeit ca. 1500 verschiedene Gesichter/Energien pausenlos vorbeiziehen, mit denen er jeweils für ca. 20 sec. zu tun hat und auf der anderen Seite: Was kann man in diesen Gesichtern erkennen?
Diese Fragen bilden die Grundlage einer Bewegtbildinstallation für zwei nebeneinander stehende Monitore. Auf dem einen ist bildfüllend die Kassiererin einer Autobahnmautstelle eines Ballungsgebietes in Italien zu sehen, auf dem anderen die bezahlenden Autofahrer, welche ohne Pause ins Bild fahren, kurz stoppen und weiterfahren. Das Ganze wird synchron in Echtzeit (4h ohne Schnitt) abgespielt.



Der 1969 geborene Maler und Bildhauer Martin Lütke ist Autodidakt. Er gründete 1998 mit Ute Würfel und Harald Schüszler die Künstlergruppe Café Rembrandt. Seit 2000 nahm er an mehreren Ausstellungen und Messen teil.
 

© Martin Lütke
Martin Lütke: Audi, 2003
Öl auf Papier, 29 x 21 cm

Seit den 1990er Jahren widmet sich Martin Lütke dem Thema Auto. Dabei liegt ihm nichts an der romantischen Sichtweise auf die Ästhetik technischer Errungenschaften. Sein Interesse ist der malerische Moment, die Form oder das Design der Objekte. In teilweise gestischer Manier übermalt er Werbeanzeigen, Fotos oder Zeitungsausschnitte. Abstrakte Farbflächen setzen sich zu Objekten oder Autos zusammen. Wortfetzen, Menschen oder verschiedene Gegenstände scheinen durch den Farbauftrag hindurch. Akut, Süßer oder Nerven kann man da lesen. Durch dieses Zusammenspiel entstehen Assoziationen und Gedankenräume, die über das Dargestellte hinaus verweisen.



Torsten Prothmann, geboren 1961, studierte von 1982-88 an der Hochschule der Künste Berlin bei Wolfgang Petrick Malerei. Durch einen Ateliertausch hielt er sich 1993 in Frankreich/Paris auf. Ab Ende der 1990er Jahre arbeitete er sowohl als Gastdozent für den Bereich Malerei am WannseeForum als auch innerhalb sozio-kultureller Projekte mit Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen in Berlin-Mitte.
 

© Torsten Prothmann
Torsten Prothmann: Borsigstraße, 2008
Öl auf Leinwand, 40 x 60 cm

Torsten Prothmann beschäftigt sich seit 2000 intensiv mit dem Thema Auto. Bei seinen Streifzügen durch Berlin fotografiert er bizarre und seltene Autotypen. Seine beliebtesten Stadtviertel sind der Prenzlauer Berg und Mitte. Diese Fotos bilden die Vorlage seiner Malerei. Bei der malerischen Umsetzung geht es Torsten Prothmann nicht um die bloße Abbildung des Motivs. Mit einer stark begrenzten Farbpalette und einem weichen, malerischen Duktus transformiert er die Fotos in seine eigene künstlerische Sprache. Dabei werden die Autos zu Akteuren einer Geschichte, zum 'Alter Ego' des Betrachters.



Der Fotograf Michael Zalewski, Jahrgang 1963, beschäftigt sich seit 1986 mit der Fotografie. 1991 nahm er ein Studium der Fotografie an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig auf. Das Diplom erhielt er 1999 bei J. Brohm. Seitdem ist er als freischaffender Fotograf und Künstler tätig.
 

© Michael Zalewski
Michael Zalewski: Berlin, 2001
Fotografie, 100 x 75 cm

Die Fotografien aus der Reihe Vehicles entstanden in den letzten 10 Jahren. Michael Zalewski fand seine Motive in ganz Europa. Die Vehicles stehen an menschenleeren Orten, in Städten, auf Höfen, in Gärten oder in der Natur. Einige wirken von ihren Besitzern verlassen und vergessen. Andere stehen wartend an ihrem Platz, so als müsste in jedem Augenblick der Besitzer zurückkommen, einsteigen und losfahren. So scheinen sie gewordene Erinnerungen eines Lebens - des abwesenden Besitzers -, eines Augenblicks der gesellschaftlichen Ereignisse und der gelebten Kultur zu sein.

 




© Filippo Tritto


© Filippo Tritto


© Filippo Tritto

 

© Filippo Tritto

 

© Filippo Tritto

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